Niemand vergaß es je, der es gehört.

„Feuer! Feuer!“

Ein größeres Kind, das neben der kleinen Unbotmäßigen stand, brannte lichterloh. Die anderen schrien jammervoll. Sörensen zog seinen Rock aus, hatte das Kind mit festem Griff an sich gerissen und wickelte es fest ein. Dann schwang er sich mit seiner Last durch das niedere Lukenfenster, unter dem ein Brunnen stand. Oberlehrer Jensen sprang ihm nach und half, die Flammen zu ersticken. —

Gottlob, das Kind war mit wenigen leichten Brandwunden davongekommen. Still blieb es auf Weisung des Direktors in seinem Rock am Brunnen sitzen und kühlte die wehen Hände.

Sörensen schwang sich mit völlig versengtem Bart durch das Fenster zurück. Dichter Qualm schlug ihm entgegen, Heu und Stroh auf dem Oberboden brannten, und durch die offenen Luken fiel es in leuchtenden, verzehrenden Garben auf die schreienden Kinder nieder.

Draußen arbeitete der Waldwärter und Oberlehrer Jensen mit Axt und Säge, und die Tür flog auf, und die Fensterrahmen stürzten ein.

Ruhe! Ruhe! Unermüdlich schrie es Sörensen durch Rauch und Qualm, und als der große Strom sich längst hinausergossen, stürzte er sich innen wieder in die brennende Diele zurück, um die ohnmächtig gewordenen Kinder auf seinem Arm hinauszutragen.

Sein erschütternder Frageruf: Ist noch jemand hier? Ist noch jemand hier? gellte durch Mark und Bein. Mit beiden Händen tastete er am Boden und dann in den Ecken, umher, er taumelte vor Schmerz und Atemnot.

Fieberhaft arbeiteten draußen die Lehrer und Lehrerinnen, um allen Hilfe zu bringen. Sie ordneten und zählten.

„Es fehlt niemand, niemand, niemand!“ schrien sie in die qualmende Diele.