Mit Gott, Erne Sörensen!
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Nun möchte ich wohl den alten Folianten füllen.
Die Winterabende sind lang und heimelig.
Und ich darf meinen mächtigen Kamin mit Buchenscheiten heizen, und für die hungrigen schwarzen Öfen liegt Torf in Hülle und Fülle bereit.
Meine Dienstwohnung ist einst ein Patrizierhaus gewesen, man hat die Speicher, die sich rings in einem großen Block angliederten, abgerissen und das Lyzeum hingebaut. Es ist durch einen überdachten Gang mit meinem Hause verbunden.
Uralt das einstige Patrizierhaus, hochmodern der Lyzeumsbau, es paßt gar nicht zusammen. Äußerlich.
Innerlich umfasse ich mit viel guter Liebe die jungen Menschlein, die sich tagsüber da drüben tummeln.
Ach, die erstaunten, frohen, sonnigen, ernsten, fragenden Augen: wer bist du, plötzlich Hereingeschneiter? Und was hast du mit uns vor??? — — Es ist ein reiches Glück, was mir da in den Schoß gefallen ist. „Der rechte Mann am rechten Ort,“ sagte mir zum Abschied mein alter, gütiger Provinzialschulrat.
Man wächst unter einem solchen Wort. —