„Nicht vergraben, Kollege,“ war sein zweites. „Wer fremde Kinder erziehen will, muß ihre Umgebung studieren.“ Diese Mahnung werde ich mir oft vorhalten müssen. Denn ich dürste nach Einsamkeit.

Hätte ich doch das Buch nicht verbrannt!

Es war eine kindische Tat, und ich glaubte mich gereift durch Arbeit und Leid.

Stünde das Buch noch in dem kleinen Mahagonischrank, ich hätte die Kraft, es verschlossen zu halten.

Jetzt blättere ich in schlaflosen Nächten in den Seiten meines Gedächtnisses, vergesse nichts, schlage jede Seite auf, durchlebe, durchgrüble alles aufs neue.

Und der Ärger grinst, und die Schadenfreude lacht und das Leid weint ätzende Tränen, die jede Lebensfreude mir zerfressen.

Nichts ist tot von der Vergangenheit — — nichts als meine zwei goldlockigen Buben...

Ich rufe nach ihnen, meine Hände greifen ins Leere —

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Der Wunsch der streitbaren Großmutter Gesine war nicht in Erfüllung gegangen.