Laut aber sagte Sörensen: „Zunächst darfst du in meiner Gegenwart nicht von ‚Asmus‘ reden, das ist ungehörig. Dann aber, — Herr Lehrer Asmus hat doch als Vater das unumstrittene Recht, sein Kind zu strafen, — — nein, nein, laß mich nur ausreden. Du konntest ihn als Freundin seiner Agnes wohl bitten, nicht so hart zu sein, aber die Art und Weise, wie du dich eingemischt hast,... Sörine, hast du überhaupt einen Begriff von dem Unrecht, das du begingst?“
„Nein.“
„Sörine!“
„Immer und immer würde ich es wieder tun, Herr Direktor, genau dasselbe. —“
„Das ist sehr schade, Sörine, denn du bist im Unrecht. Denke darüber nach. Morgen komme dann zu mir, hoffentlich mit verändertem Sinn. Du wirst Herrn Asmus um Verzeihung bitten, er verlangt das von dir.“
„Herr Direktor!!!“
Sörine schrie es heraus.
„Du bist unbeherrscht, Sörine. Unbeherrscht sein, heißt unvornehm sein. Ich kann mir nicht denken, daß du das sein willst.“
„O Herr Direktor, ich will Sie um Verzeihung bitten und jeden Lehrer und die Nissen jeden Tag, die ich doch nicht ausstehen kann...“
„Pscht! Was reden wir da wieder für ungehöriges Zeug!“