„Aber den Asmus, Herr Direktor, nein, nie.“ Sörinens Augen blickten ganz schwarz. Aber sie setzte auf einmal kindlich hinzu: „Ich meine den Herrn Asmus.“

„So, so! Nun für mich kommt es jetzt nur darauf an, ob du die bist, wofür ich dich halte, oder ob ich mich in dir getäuscht habe. Sieh einmal, Sörine, du hast ja noch gar nicht über dein Unrecht nachgedacht. Aber in euerm Schloß habt ihr ja genug stille Kämmerlein, in denen du zur inneren Einkehr kommen kannst.“

„Ja, eine Menge,“ bestätigte sie nachdenklich. Dann war sie entlassen.

Die Tür war kaum hinter ihr ins Schloß gefallen, als es schon wieder klopfte.

„Herein!“

„Herr Direktor, kann ich auch um Verzeihung bitten, ohne nachzudenken? Ihnen zu Liebe, damit Sie mir wieder gut sind?“

Sörensen sah kopfschüttelnd in die freimütigen Kinderaugen.

„Nein, Sörine. Du bist groß und alt genug, um dein Unrecht einzusehen.“

„Aber das wird dann sehr lange dauern...“