Heimelig war’s im Wohnpesel. Die alte Uhr tickte. Draußen schlugen Wind und Regen gegen die Fenster. Im Ofen knisterte das Feuer.

»Geträumt hab’ ich letzte Nacht von dir«, raunte Edlef. »Du, das war ein lieber Traum … Ich kam heim von der Reise und – was glaubst du wohl? Ein paar Kinderchen kamen mir entgegen, – jawohl, versteck dich nur, – gleich ein paar. – Maren, süße Maren … Da wurd ich hellwach und so froh … Von Rechts wegen müßt ja auch schon ein Holgersjung oder ’ne lüttje Deern in der Wiege schreien …«

Edlef hob mit raschem Schwung die zarte Maren auf seinen Schoß, ihr Kopf sank an seine Schulter, er wiegte sie sacht und sang:

»Hop Marjanken, hop Marjanken,

Lat sin Frautje danzen.

He weegt dat Kind,

He feegt de Floor

Un lat sin Frautje danzen,

Hopsasa, hopsasa fallereden. –«

Hastig richtete sich Maren auf. Heiß und rot war ihr Kopf und ihre Augen brannten. Sie sprang von seinen Knien und strich sich glättend über das Haar.