»Wenn der Jung erst da ist … Oder … die Deerns müssen alle dir gleichen, Maren, süße Maren.«
Dann hatte sie ihr Gesicht an seiner Brust geborgen und in heiliger, ahnungsvoller Scheu gezittert vor dem Wunderbaren, das vielleicht noch ihrer wartete. Dies »Vielleicht …«. Das war’s.
Das hatte sie nie verlassen, das war neben ihr geschritten als zage Hoffnung. Die Erfüllung hatte sie kindlich-vertrauend Gott anheimgegeben.
Anders Edlef.
In kühne Pläne verstieg er sich. Nicht leise und heimlich, nicht kosend und verliebt, nicht bangend und hoffend, auch nicht scherzend sprach er über seine Wünsche.
Es waren für ihn keine Hoffnungen, die eine höhere Macht zerstören konnte, es waren Tatsachen, die früher oder später eintreffen mußten, weil er, Edlef Holgers, es wollte. Die heilige Überlieferung der Hallig und des Mutterhofes.
Einmal hatte Maren ihm erschrocken gewehrt.
Als seine Erwartungen gar zu kühn und bestimmt sich kundtaten. »Du Liebster, und wenn nun kein Kindlein kommt …?«
Da war er ganz fremd von ihr zurückgetreten und hatte mit jäh veränderter Stimme zu ihr gesprochen:
»Nicht einmal im Scherz darfst du so etwas sagen, Maren.«