Wunderlicher Edlef.
Er war auch gleich wieder lieb zu ihr gewesen.
Und keine Wolke war an seinem Zukunftshimmel schattend zurückgeblieben. Weil er kein »vielleicht« kannte, es nicht kennen wollte. – –
Dann waren Tage gekommen, da sie mit hastigen, körperlichen Schmerzen kämpfte, die sie schon in der Mädchenzeit heimgesucht hatten. Tapfer ging sie dabei ihrer Arbeit nach …
Und die starknervige Holgerssippe gewahrte nichts von Marens schattenhafter Blässe und ihrem müden Gang, – es war nicht Sitte auf dem Mutterhof, körperlichem Unbehagen auch nur die kleinsten Zugeständnisse zu machen.
Da erbarmte sich Tanten Frauke ihrer.
Mit ruhiger Selbstverständlichkeit rüstete sie für sich und die leidende Maren zu einer Reise. Gab der Ahne und der Schwägerin beschwichtigenden Bescheid und fuhr mit der jungen Frau nach Kiel.
Der berühmte Frauenarzt hatte ruhig, freundlich und aufrichtend mit ihr gesprochen, aber sein sachlich-ernstes Gutachten war vernichtend.
So wurde die Heimreise angetreten, und die herbe, verschlossene »Tanten Frauke« erlebte an der Seite der trostlosen Maren noch einmal den eigenen bitteren Schmerz früher durchlebter und durchlittener Jahre.
Vor wenigen Tagen hatte nun der alte, erfahrene Kreisarzt, der Maren seit ihrer ersten Kinderzeit kannte, das Urteil seines berühmten Kollegen bestätigt.