»Sei ruhig, Finn«, rief Edlef dem Hund zu, der an der Türe lag. »Was bist du einmal unstet heute?«
»De ganze Nahmiddag wull he sick ni gewen«, meinte der Knecht. »Ik heff dat all an Fru Mudder seggt.«
»Kusch dich, Finn! …«
Ein langgezogenes Geheul stieß der Hund aus.
»So will ich selbst einmal nachsehen.« Edlef Holgers stand auf. Der Sturm riß ihm ungestüm die geöffnete Tür aus der Hand, und an ihm vorbei schoß der Hund mit großen Sätzen in das abendliche Dunkel hinaus.
»Hierher, Finn!« Das aufgeregte Tier kam zurück, wedelte, bellte und schoß wieder fort.
»Was mag er nur haben?« sagte eine Stimme neben Edlef, und Maren schritt fest und selbstverständlich neben ihm her.
»Nicht doch, Maren, – das ist kein Wetter für dich.«
»Wüßt nicht, warum.« Sie fing ihr Tuch, das der Sturm entführen wollte, mit beiden Armen und wickelte sich fester drein. Edlef zuckte die Achseln. Wie toll gebärdete sich der Hund. Er zerrte an den Kleidern der beiden, sie mußten ihm weiter folgen.
Auf den Stufen der Treppe, die zur Großwarf führte, hockte eine Gestalt. Edlef leuchtete ihr ins Gesicht.