Rasch legte Maren den Arm um die Kauernde. »Du bist krank, Melenke, komm, wir bringen dich heim.«

»Heim?« Melenke lachte schrill. Dann stöhnte sie in grimmen Schmerzen. »Ja, ich bin krank. Morgen, – morgen gehe ich wieder.«

Es war ein mühseliger Weg zurück im Sturm mit der Kranken. Auf dem Hof unter dem Birnbaum zögerte Melenke. »Ich fürchte mich vor der Ahne«, raunte sie.

»Ich nehme dich zu mir«, begütigte Maren.

Das Bett in der Gastkammer war bald sorglich geschichtet. Hin und her schritt Maren in ruhiger Geschäftigkeit. Melenke hockte in einem Ohrenstuhl, und Edlef war ohne Gruß und Wort zu den andern zurückgekehrt, um sie auf den Gast vorzubereiten.

»Komm,« sagte Maren liebevoll, »ich will dich auskleiden. –«

Da ließ Melenke mit wehem Lachen das große, verhüllende Tuch sinken, und Maren taumelte zurück …

Nach einer Stunde kam Edlef. Es war heiß drüben zugegangen bei Ahne und Mutter. »Die Ahne geht uns noch zugrund,« meinte Edlef und warf sich müde in einen Stuhl, »aber sie kommen jetzt beide herüber, um Näheres über Melenkes Krankheit zu erfahren …, was tust du da, Maren?« unterbrach er sich und sah sie befremdet an.

»Ich rüste die Wiege auf dem Mutterhof, mein armer Edlef«, sagte Maren ernst und sah den geliebten Mann aus leidvollen Augen an.

»Barmherziger Gott … Melenke?«