Edlef riß die Tür auf.
Da fuhren zwei auseinander.
Und Akke Luersen wurde einen Schein blasser und lachte wieder überlaut. Sie machte sich an dem großen Bild zu schaffen, das über dem Sofa hing, und der dicke, ältere Mann mit dem roten Gesicht steckte sich eine Zigarre an.
»Sieh da, Herr Holgers«, rief Akke rasch gefaßt. »Wollen Sie sich so spät noch nach Mutter erkundigen?«
»Da tun Sie recht dran«, rief dröhnend der Fremde. »Ich bin so auf ’ne Art Vetter vom Hausherrn und komme geschäftlich von Hamburg. Bahn ist mein Name. Makler und Agent. – Finde hier so’n Gotteswunder. Ne ausgewachsene, schöne Nichte von Zweiundzwanzig mit ’nem lüttjen Bruder in der Wiege. Oha, noch mal zu, sag ich.«
Er goß sich lachend die große Tasse halb voll Kaffee und ergänzte die zweite Hälfte mit Rum. »Halten Sie mit, Herr Holgers?«
Edlef wehrte mit der Hand, er sah, daß der andere den neugeborenen Neffen wohl schon stark gefeiert hatte.
»Ich hole gleich noch eine Tasse« rief Akke hastig und lief aus der Stube.
Der Fremde sah ihr nach. »Nu sagen Sie bloß, Herr Holgers, wie is so was möglich? Sind die Mannsen hier Besenstiele? Wie kann so ’ne Deern aufwachsen und nicht vom Fleck weggeheiratet werden?«
Er trank in gierigen Zügen.