»Warm und still und satt ist’s bei Euch, Maren Holgers«, sagte er aufatmend.

Sie wartete, ob noch etwas nachkäme, aber der Gast hatte sich niedergesetzt und brütete vor sich hin. Da fragte sie lächelnd: »Kamt Ihr bei dem wilden Wetter von der Schulwarf, um mir das zu sagen?«

»Freilich nicht. Frauenrat wollt’ ich hören. Ich dacht: ›Mutter Holgers ist erfahren, Frauke Holgers ist besinnlich, und Maren Holgers ist rasch und zupackend, obendrein voll Liebe für alle Halligkranken‹ …«

»So? Meint Ihr das?« fragte Maren, und ein froher Schein flog über ihr Gesicht. »Und wobei dürfen wir raten?«

Es wurde ihm schwer zu antworten. –

»Uns’ Akke ist heut mittag mit einem lütten ›Sokkerpöös‹ angereist gekommen. Von ihrem Mann will sie weg. – Nichts da, hab ich gesagt, du gehst zu ihm zurück. Das wird sie denn auch getan haben … Sie nahm die Richtung nach der Postfähre. So ein Dickkopf. Ein lütt büschen hätt’ sie ja gut warten können … Sie ist nicht hier?« fragte er plötzlich dringlich.

»Wie sollte sie hierherkommen?« Maren schoß das Blut ins Gesicht. Und Mutter Holgers setzte finster hinzu: »Eure Akke hat den Mutterhof noch nicht wieder betreten – seit damals …«

»Weiß schon, weiß schon«, nickte Vadder Luersen, »und ich will nun wieder gehen.«

Tanten Frauke hob den Kopf. »Und unser Frauenrat?«

Er erhob sich schwerfällig. »Der ist nun nicht mehr vonnöten. Ich hatt’ eben gemeint, – die Akke müßt hier sein.«