»Süh dor, Peder Claußen.«
»Ja. – Du mußt es nicht krumm nehmen, ich war vorhin noch ein büschen nachbarn bei Luersens. Und jetzt komm ich vom Schulhaus. Du, da ist was Feines drin, aber gegen die Akke Luersen kommt’s nicht auf.«
»Warum soll ich das krumm nehmen? Es nachbart, scheint’s jetzt die ganze Hallig bei Vadder Luersen. Wo Honig ist, sind Schlecker.«
»Ja grade. – Aber weißt du, Edlef, ich möchte nicht falsch sein, du bist selbst so’n aufrechter Kerl. – Meinst du nicht, daß Akke Luersen schlecht zu dir paßt?«
»Kann schon sein.«
»Siehst du? – Es läßt sich leichter mit dir reden, als ich fürchtete. Sie ist ’ne seltsame Deern, gar kein bedachtsames Halligblut, aber grad deshalb tut sie’s uns wohl allen an. Und ich möcht dir’s gradaus sagen, Mensch, – sie hat mir heut Hoffnung gemacht, es könnt doch mit uns zweien wieder was werden, – – warum lachst du, Edlef Holgers?«
»Ich hög mich, Peder Claußen. Über die Welt und über die Frauensleut, und über dich und mich. Hör, wie der Sturm lacht! Der högt sich auch.«
»Mich dünkt, der heult.« Peder schudderte. »Du hast also nichts dagegen, Edlef, wenn ich morgen nochmal bei Luersens anfrag? Ich kann, scheint’s, ohne die Deern nicht leben.«
Edlef Holgers richtete sich zu seiner ganzen Höhe auf und stemmte sich breitbeinig gegen den Sturm.
So schützte er den Kleineren.