»Dor kümmt de Brefträger«, sagte die Magd und wies nach dem Fenster.
Peter Hansen brachte an Edlef einen großen Brief und für Maren eine fröhliche Karte von Nomine aus Bacharach am Rhein. Der Bote machte ein ernstes Gesicht.
»Dat wier ’n sworer Abend un ne schlechte Nach!«
»Sünd ji god toweg?« fragte er teilnahmevoll.
»Ja, Hansen, god toweg.«
»Dann setten Se man glicks ›Gott sei Lob un Dank‹ achteran, Fru Maren. Dat wier ’n richtigen Manndränke … Gott sei allen gnädig.« Peter Hansen setzte sich schwerfällig auf einen umgestürzten Zuber und wischte sich den Schweiß von der Stirn.
»Wie meinen Sie das?« fragte Maren mit stockendem Atem.
»Weeten Se denn noch gor nix, Fru Holgers? Hebben Se denn slöppt?«
»Sie wissen, Hansen, daß die Grootwarf am weitesten liegt, uns hat noch niemand Nachricht gebracht …« Maren sah den Boten aus jammervollen Augen an.
»Die Schulwarf hat’s am härtesten getroffen …« Der Briefträger bedeckte einen Augenblick die Augen mit der Hand.