»O, es ist besser für uns beide, wenn er fort sein wird …«
»Steht es so um euch …?«
»Ja, Manne.«
Schmerzlich schüttelte der Lehrer den Kopf. »Du arme Deern …«
»Nicht so, Manne. Nicht beklagen. Ich habe alle meine Kraft so gerade eben beisammen. Mitleid … das könnte mich umwerfen.«
»Wie lange will Edlef fort?«
»Auf ein halbes Jahr, oder ein ganzes … ich weiß es nicht.«
»Wir zwei wollen viel zusammen sein, mein Deern.«
»Ich will viel arbeiten, Mannebruder. Daran werde ich gesunden. Der Mutterhof hat einen Reichtum an Arbeit für mich … Ich will auch Akkes Kind behalten. Die Mutter ist auf und davon, und der Großvater …« Sie zeigte auf den Irren.
»Du starkes Herz!« sagte Manne Wögens. Und er küßte seine Marenschwester auf das schlicht gescheitelte Braunhaar. »Geh’ jetzt«, bat er dann liebreich. »Dein Bleiben ist auf dem Mutterhof. Wenn du den Onnen entbehren kannst, schickst du mir Bericht, und ich gebe ihm Nachricht von mir mit. Vadder Luersen bleibt bei mir, bis Fürsorge getroffen ist, wo er unterkommt. Du siehst, er ist wie ein Kind. Mein alter Knecht und ich bringen ihn jetzt zu Bett.«