»Ganz verwirrt bin ich«, stammelte sie. »Bist du denn schon einig mit ihr?«

»Mit mir bin ich’s, und sie ist’s mit sich.« Holgers Augen lachten. »Das andre kommt rasch. Tanten Frauke, hör zu: Wenn der Rotschenkel ruft ›tülü, tülü‹, dann bauen wir unser Nest …«

»Glück!« murmelte Tante Frauke. »So sieht ’s Glück aus?«

»Ja, – so sieht’s aus. Gute Nacht, Tanten.« –


Auf der Hallig ist man »früh zugange.«

Man saß um die Lampe herum um 6 Uhr morgens Und aß dicke Grütze. Edlef Holgers kam zuletzt, denn er hatte schon überall nach dem Rechten gesehen. Trotzdem greinte seine Mutter unwirsch.

»Abends spät und morgens spät,« rief sie. »Und wenn’s schon so ist, konntest du nicht gestern noch zu mir hereinkommen, anstatt dich mit Tanten Frauke zu besprechen?«

Ein lustiger Schein flog über Holgers Gesicht. »Mutter, du tust, als hing mir noch das Hemd aus der Büx. – Aber ich steh dir gerne Red und Antwort. Nur laß die Insten erst an die Arbeit und die Lütten in die Schul.«

»Zu was gehör ich denn, Bruder?« fragte Melenke. »Zu die Insten oder zu die Lütten?«