Ich werde dann fern sein.

In Nomines Stübchen will ich mein Buch legen lassen, es ist wie ein Testament …

Und zugleich eine Antwort auf ihre verschiedenen frohen Anzeigen hin, die sie uns seit Jahren schickt und die Kunde von ihrem rastlosen Fleiß geben.

Ob freilich mein Buch für sie summa cum laude sein wird? Ob sie nicht darauf herabsieht wie auf ihre arme Hallig?

Was kümmert’s mich? Immer noch dies heimliche Fragen, das sich um die Heimatflüchtige dreht. Meine Reise soll mich von dieser letzten, sentimentalen Rückständigkeit befreien.


Ich wollte mein »Zeitbuch« schließen und fortpacken, habe neue Seiten hineingeheftet, welche die Schilderung der Reiseeindrücke bergen sollen. Nun gebe ich noch einige Seiten für die Heimat her. Denn ich hatte heute morgen eine seltsame Begegnung. Wir Warfbohlsgenossen haben im Sommer das verfallene Haus von Peder Luersen wieder aufgebaut und gezimmert. Jeder hat sein Bestes dazu getan. Schwester Maren gab mit Edlefs Erlaubnis einen Teil der Mittel, auch stiftete sie ein Bett hinein und alles Nötige für jemand, der vielleicht einmal auf unsere Hallig verschlagen wird und hier übernachten muß. – Nach Luersens altem Hause wanderte ich heute, um einen Haussegen aufzuhängen:

»Wo Glaube, da Liebe,

Wo Liebe, da Friede,

Wo Friede, da Segen,