»Bei Edlef. Ich weiß nicht, Mannebruder, ob er es mir wiederbringt.« – –

Frau Akke hat meiner Marenschwester nicht mit Worten gedankt. Sie geht finster und mit unbewegtem Gesicht einher. »Ich werde das alles abverdienen«, hat sie gesagt.

Und Maren hat entgegnet: »Das sollst du auch, – denn sonst hast du keine Freude daran.«

So ist nun dies wunderliche Hauswesen wieder im Gange. Wir haben kein Wrack mehr auf der Hallig. Ein zerfahrener Mensch beginnt ein neues Leben, und Tanten Fraukes einsames Dasein hat neuen Inhalt bekommen. Sie pflegt Vadder Luersens Körper und ist ein Arzt für Akkes Gemüt.

Pastor Licht geht wieder händereibend umher.

»Merken Sie es, Wögens? Der Herrgott ist wieder einmal auf der Hallig«, sagte er glücklich. »Und warum, Wögens? Warum? Weil ›Mütterchen Maren‹, der gute Engel von Likamp, das rechte Beten hat: ›Komm, Herr Jesus, sei unser Gast.‹«


Es ging auf Weihnachten zu.

Manne Wögens hatte seinen Koffer und den strammen Rucksack gepackt. Hatte beides an Knecht und Magd abgegeben, die trugen das Gepäck zur Postfähre hinunter.

Er selbst lehnte am Fenster und schaute über die sturmgepeitschte Hallig hin. Gestern war der erste Schnee gefallen, aber man entdeckte schon nichts mehr von ihm. Sturm und Regen hatten ihn fortgewaschen und gepeitscht.