Er sah sie durchdringend an.
»Sie stehen immer noch an der Tür. Ich komme mir ungastlich vor. In welchen ›Salon‹ darf ich Sie geleiten?«
»Nur jetzt keinen Spott. Ich – ich möchte in das Schulzimmer.«
Sie öffnete rasch die wohlbekannte, alte Tür.
Erstaunt und befremdet folgte er ihr.
Die Röte kam und ging auf ihrem regen Gesicht. »Manne Wögens, ich komme, um Abbitte zu tun, da ist hier der rechte Platz … Ganz klein möchte ich mich machen …«
Sie hockte sich auf eine niedere Schulbank. »Wissen Sie noch, wie ich damals sagte (es ist lange, lange her), ich säße nicht mehr auf der Schulbank, und Sie sollten nicht ewig schulmeistern? Nun sitze ich wieder darauf. – Wissen Sie alles noch, oder haben Sie es vergessen?«
»Ich habe nichts vergessen, was die Prinzessin jemals an guten und bösen Dingen zum Schweinehirten gesagt hat.«
»Oh, nicht so ein finsteres Gesicht, Manne Wögens. – Aber es ist gut, tausendmal gut, daß Sie nichts vergessen haben. Gefürchtet habe ich mich nur vor – Gleichgültigkeit.«
»Es wäre mir lieb, wenn Sie ganz deutlich und ruhig sprechen wollten, was Sie hierher führt«, sagte Manne Wögens schroff.