»Werd man erst ganz gesund«, mahnte Edlef mit guter Stimme und traurigen Augen.
»Was machst du für’n Gesicht!« rief Peder Claußen. »Als ob ich auf dem Schragen läge … Ach so!« rief er plötzlich verständnisvoll und lachte laut, was ihm augenscheinlich große Schmerzen bereitete. »Ihr habt natürlich auch von dem Unsinn gehört … von meiner Akke … wenn ich nur den Hund hätte, der meinen Schatz verunglimpft. Mensch, Edlef, sieh. – Da steckt ihr Ring, und da auf der Brust liegt ihr feiner Brief: ›Ich bin deine Braut Akke‹. – Morgen um zwei Uhr! Da fangen wir mit Kaffeepunsch an. Ohm Rickert kommt mit!
Ich laß es der alten Stine Diedrichsen sagen, vielleicht kommt’s noch zu einem Verspruch zwischen euch beiden.« Peder Claußen lachte ausgiebig trotz der Schmerzen.
»Sorg du, Peder, daß es zu deinem kommt«, knurrte der Alte.
»Ich weiß nicht, was ich sagen soll«, meinte Edlef zögernd und hielt die heiße Hand des Kranken fest, – »ich hab’s für gewiß gehört, daß …«
»Und ich hab sie mit dem Hamburger abziehen sehen«, rief Ohm Rickert barsch.
»Der gute, dicke Hamburger!« lachte Peder Claußen.
»Ja, er ist abgereist. Die Akke konnt die Zeit nicht erwarten, bis er weg war. Er hatte es hellschen hilde mit meinem Schatz. Wenn ich dran denk, muß ich mich totlachen … Au!«
»Lach nich, mein Peder«, sagte seine Mutter, die mit Umschlägen und heißem Tee hereinkam. »Und wenn du morgen noch die Hitze hast, laß ich dein Akke herkommen. In dem Wind gehst mir nicht zur Schulwarf.«
»Mutter, warst du mal jung?« scherzte Peder. »Ich bin gesund, wenn ich mein Akke wiederseh.«