»An einer Liebe?« fragte Nomine lebhaft.
»Ja, – er ist grenzenlos altmodisch, arm Peder! ›Das Suppenhuhn‹ nennt ihn Ohm Rickert, der oft den Nagel auf den Kopf trifft. Suppenhühner sind altmodisch. Gebratene Hähnchen sind modern.«
»Was Sie für Unsinn schwatzen, Manne Wögens.«
Er antwortete nicht, er rannte plötzlich ohne Umsehen, ohne Aufhalten den Deich hinunter an den Strand.
Was hat er nur? Was tut er da? fragte sich Nomine. Ihre etwas kurzsichtigen Augen konnten nichts erkennen, und so schritt das Mädchen tüchtig aus. In tiefen Gedanken war sie. Heimat! Heimat! Wunderliche Heimat!
Da keuchte es hinter ihr her.
Und der Wind trug ihr ihren Namen zu: Nomine! Nomine!
Sie sah bang und verständnislos in Manne Wögens furchtbar verstörtes Gesicht.
Er nahm ihre Hände und atmete schwer. »Sie wollten doch zu Peder Claußen? Fragen, wie es ihm ginge? Gut geht es ihm, Nomine Holgers. Sehr gut! Drunten liegt er. Die See hat ihn angespült. Sehen Sie das Bündel? Das ist übriggeblieben von einem frischen, frohen, tüchtigen Kerl. Herrgott, Herrgott!«
Sie stand erschüttert. »Wie ist das möglich?« stammelte sie. »Er war solch großer, festgefügter Friese.«