Hellauf lachte Melenke.

Aber da schaute der Kopf der Ahne wieder zur Tür hinein, und ihre scharfe Stimme rief: »Feierabend!«

Da floh Melenke eilends hinauf in ihre Kammer, und Ohm Rickert humpelte in seine Döntje. –


Edlef Holgers und seine Braut wanderten über den Deich nach der Schulwarf. Er ging etwas vorauf und hielt die Laterne hoch, aber Akke Luersen haschte nach seiner Hand und meinte, der Schein blende sie, daß sie nun schier gar nichts sehen könne in der Stickendusternis. Sie drückte seine kalte Rechte an ihre heiße Wange. »Frierst du, mein Edlef?« fragte sie schmeichelnd.

Er zog seine Hand fort. »Ja, ich friere.«

»Wie bist du nur heute!« Sie rief es voll Ärger. »Mein Gott, ich konnt nicht eher ab. Sieh’s doch ein! Die Hebamme saß auf ’ner andern Warf fest. Bei Löhnsens sollt auch was Kleines kommen. Ist aber eine Fehlgeburt geworden, da mußte nun die Wehmutter dortbleiben. Und meine Mutter war froh um meinen Beistand.« »Oh – das ist’s nicht«, meinte er müde und wie gequält von ihren Ausführungen.

»Das ist’s nicht?« fragte sie scharf. »Und was ist’s dann?« Edlef Holgers leuchtete erst einmal sorglich um eine große Wasserlache herum und reichte dann seiner Braut die Hand, damit sie springen konnte.

»Nun, Edlef?«

»Muß ich dir’s sagen?«