Da drückte ihm Pastor Licht die Hand. »Ihr geht einen guten Weg, Edlef und Maren«, sagte er gütig. »Das ist ein prächtiges Wort und ein prächtiger Schlag, in dem solch Wort geboren wird. Glück auf, Edlef Holgers! –«
Er verabschiedete sich grüßend, und Edlef sah ihm eine gute Weile nach. Dann ging er mit ausholenden Schritten zur Großwarf in den Mutterhof. Onnen und Karen liefen ihm entgegen und hingen sich an den großen Bruder.
»Der Herr Pastor war da«, berichtete Onnen.
»Und wir haben Selbstmörder gespielt«, setzte Klein-Karen hinzu.
»Wer?« fragte Edlef. »Ihr und der Pastor? Was für ein närrisches Spiel!«
»Nein,« seufzte Onnen, »nur ich und Karen. Aber sie hat keine Phantasie.«
»Und, und, und da hat der Herr Pastor gesagt,« fiel Karen stürmisch ein, »Mutters brauchten nicht so’n Zeug, die hätten Liebe.«
Da hob der große Edlefbruder die kleine Karenschwester hoch in die Luft und rief: »Hurra, unser Pastor!«
Die Kinder riefen es ihm nach, auch der überstimmte Onnen, und ihre hohe Fröhlichkeit hätte wohl noch lange angehalten, wenn die Mutter nicht mit ihrem grämlichsten Sorgengesicht auf der Bildfläche erschienen wäre.
»Ich versteh dich gar nicht mehr, mein Edlef«, klagte sie. »Da ist hier hildeste Arbeit und du läufst fort wie der Marder vom Taubenschlag. Und wenn man die Kinder glücklich vor den Füßen weg hat, dann bringst du sie wieder herein und machst Kakeleia mit ihnen. Und wenn man seinen Ärger mit dem Herrn Pastor knüppeldick gehabt hat, dann rufst du Hurra auf ihn.«