»Du!« stammelte er. Und nach einer Weile: »Willst du mit mir gehen, Jungfrau Maren?«

»Bis in den Tod!«

Da hob er sie über die Truhe empor und hielt sie an sich gepreßt.

»Haben sie dir weh getan?« fragte sie nach einer Weile zärtlich. »Die Raufbolde! Ich hörte den Lärm bis hier oben und fürchtete mich entsetzlich. Du bekommst keine tapfere Frau, mein Edlef. Oh, oh,« unterbrach sie sich und haschte nach seiner linken Hand, – »was ist das?«

»Nichts, nichts, eine Schramme«, wehrte er ab. »Der Bruder von Akke Luersen hat sie mir versetzt. Sieh, mein Feines, das ist mir wie eine Buße …«

Maren hielt die verletzte Hand sorglich in der ihren. Mit einem mütterlichen Ausdruck beugte sie sich darüber und küßte die Wunde.

»Du Engel!« stammelte Edlef. »Herrgott, ich will dich hüten! Wirst du auch nicht zu fein für mich sein, mein Lieb? Ich bin ein Bauer, – – Maren, Maren! –« Selbstvergessen hingen sie Mund an Mund.

Da begannen die Kirchenglocken zum erstenmal zu läuten.

In süßer Scham stand die Braut vor dem Liebsten.

»Komm, Jungfrau Maren«, sagte Edlef zärtlich.