»So birg es dir wieder. Du hast Schwester Maren als Rettungsring im Hause …«

Da wurde Edlef Holgers ganz froh. »Ja, ich will heim, will die Geschwister gleich mitnehmen. Hab Dank, du Guter, daß du mir das Kroppzeug aufgehoben hast.«

»Da ist nichts Gutes weiter dabei, Edlef. Die beiden Jüngsten vom Mutterhof sind echt. Die tragen viel Freude ins Haus. Dein junger Onnen wird noch einmal was Besonderes für die Hallig, – ich hab’s gesagt.«

»Wenn du nur Frohes prophezeien kannst! Ganz hell geht’s von dir aus, ich wollte, ich könnte dich mitnehmen in die Dunkelheit unseres Gehöftes, Manne Wögens.«

»Da kommt das Licht vom Mutterhof«, rief der Lehrer. »Da!« Und er öffnete weit die Tür und ließ die beiden lachenden Kinder herein. Das gab ein Erzählen! So viel Neues hatten sie unter der großen Luersenschar entdeckt, und nur schwer konnten sie dazu gebracht werden, ruhig ihre Siebensachen zu packen.

Der große Bruder strich ihnen über die Blondköpfe. »Macht fix zu«, sagte er aufmunternd. »Die Nomine-Schwester möchte euch beide noch sehen.« Er wandte sich zu Edlef. »Sie will heute abend noch in Pellworm sein, und morgen früh zurück nach Kiel. Sie meint, es ist am besten, wenn Ahne und Mutter und wir alle hier in die alte Ruhe kommen.«

»In die alte Ruhe …« wiederholte Manne Wögens langsam. Ganz erloschen sahen seine Augen den Freund an. »So rasch, so rasch?« fragte er wie hilflos.

Edlef mißverstand ihn. »Ja, freilich, wir müssen schnell heim. Vergeßt nicht das Danken, Kinder. Fahr wohl, Manne Wögens!«

»Ich danke auch noch vielmals«, rief Onnen herzlich. »Will’s der Nomine ordentlich sagen, daß ich auf der Hallig bleibe.«

»Ja, – sag’ es ihr ordentlich.« Schwer lösten sich die Worte von Manne Wögens’ Lippen.