Und hier auf einmal tritt das Gorgonenhaupt des grüngeäugten Scheusals vor mich hin.
Ich kann es nicht bannen, ich kann es nicht nehmen, fassen und unschädlich machen. Es ist ein Schmerz, der immer mit mir geht. Es ist klein und unvornehm von mir. Denn ich habe keinen Grund zur Eifersucht. Und mir schwebt auch keine bestimmte Person, keine Frau, kein Mädchen vor, – mir ist, als sei ich eifersüchtig auf alles, was den Einzigen von mir fern halten könnte, auf seinen Beruf, – – ja auf die Luft, die er fern von mir atmet. Es ist ein so öder Gemeinplatz: »Eifersucht ist Mangel an Vertrauen.« Und dieser Gemeinplatz lügt.
Eifersucht ist Liebe, höchste Liebe. Und Eifersucht ist Angst. –
Auf die Stunden, die uns in der Brautnacht trennten, bin ich nie wieder zurückgekommen.
Er war so blaß und verstört, mein armer Liebster, als er heimkehrte zu seinem jungen, wartenden Weib.
»Ist er tot?« fragte ich.
»Ja, Liebste.«
»War er es wert, daß du mir fern bliebst?«
»Ja, Liebste.«
Das war unsere Unterredung.