Kraft brauchst du, um Gottes Fragen an deine Mutter zu beantworten. – – –

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Dicht hinter dem Sarge von Frau Franziska schritten Großvater und Enkel.

Die Augen des alten Herrn streiften besorgt das Antlitz des jungen Mannes an seiner Seite.

Es war wie versteint in Schmerz.

Die Schwarzhausener fanden erst lange Zeit nach dem Begräbnis die richtigen Worte, das Wesen des Bertold Eik zu zeichnen, – während der ganzen Zeremonie war er ihnen unheimlich und unverständlich.

»Bertold! Aber Bertold!«

Der alte Herr von Eichen nahm die Hand des Enkels und hielt sie fest. Er wußte nicht, weshalb? – er hatte das unbestimmte Gefühl, der junge, verstörte Mensch an seiner Seite könne irgendeine kopflose Handlung begehen.

Aber Bertold dachte gar nicht daran. Er hatte die Augen nicht zu Boden gesenkt, wie es eigentlich die ehrbare, altväterische Trauersitte vorschrieb, sondern hatte sie, weit aufgeschlagen, in Fernen gerichtet.

Wo war die Mutter?