Wo bleibt sie? Wo bist du, Liselotte? – Sieh – ich will Abschied nehmen.

Wie durch Gedankenübertragung schickte zu gleicher Zeit Professor Windemuth seine Augen suchend durch den Garten, und deutlich vernahm Bertold dessen behagliche Stimme: »Wo bist du Liselotte? Hans! Wo bleibt denn unser Brautpaar – – –?«

Furchtbar deutlich – lächerlich deutlich.

Und furchtbar und lächerlich war doch auch das, was der unverantwortlich helle, abscheuliche Mond da beleuchtete, – ein eng verschlungenes Paar, das den Weg heranschritt, Arm in Arm, Auge in Auge. – Das weiße Kleid des Mädchens schimmerte zu Bertold hinüber und ebenso die blitzende Uniform des Leutnants Hans von Windemuth.

Lächerlich deutlich.

So lächerlich, daß man eben lachen mußte.

Gellend lachte Bertold auf – – daß das glückliche in sich versunkene Pärchen zusammenschreckte und der alte Herr eilends nach der Stelle hin lief, von welcher das unheimliche Lachen ausging.

Aber Bertold war schon geflohen, und immer noch lachte er, – jähzornig, wütend, weh, verzweifelt.

Ein paar Schwarzhausener Burschen standen mit ihren Liebchen vor den Haustüren.

An ihnen vorbei stürmte Bertold, sie sahen sein seltsames Gebaren und deuteten es sich in hellem Entsetzen und Empörung über so viel Verworfenheit.