»Phh! Als ob das so ginge. Das ist so was Festgewachsenes, wie Haare und Augen.«
»Das glaube ich nicht.«
»Dann laß es bleiben.«
Eine Pause entstand.
»Schade wär’s, wenn wir gar nicht paßten,« meinte die Kleine endlich nachdenklich. – »Und dann habe ich auch absolutes Tonbewußtsein!«
»Was ist denn das?« rief Bertold in ungemessenem Erstaunen.
»Junge, du weißt aber auch rein nichts. – Das ist so: Wenn ich a singe, denn ist es auch a.«
»So? Und wenn du nun b, c, d, e, f, g, h, i, k, l, m, n, o, p singst?«
Da lachten sie beide und es klang wie zwei Glocken, eine hohe und eine tiefe, und der alte Rektor, der in einiger Entfernung an der Geißblattlaube vorbeiging, meinte, sie läuteten gewiß eine schöne, frohe Lehrstunde ein.
»Sag’ mal, Liselotte,« fragte jetzt Bertold, »warum meintet ihr denn alle, ich hätte einen Buckel?«