»Ach so! – Na ja, du hattest so ’ne Erhöhung auf dem Rücken, sagte die Frau Postverwalter, wie du aus der Postkutsche stiegst.«
»I, seid ihr komische Menschen! Das war meine Geige!«
»Eine Geige? Eine ganz wirkliche Geige? Und du kannst richtig spielen? Ist es eine kleine Kindergeige? Darf ich mal drauf probieren?«
»Oho, das ist nicht so einfach. Meine Geige ist außerdem eine echte Amati.«
»Was ist denn das?«
»Oho, nun fragst du auch, und ich könnte dir sagen: du weißt aber auch gar nichts. Amati und Stradivarius, das waren die zwei berühmtesten Geigenbauer.«
»Ach so, dann will ich Väterchen bitten, daß er mir Stra–ti–«
»Stradivarius – – –«
»Ja, – so ein Stratifarius kauft.«
»O du Dummerchen! Weißt du denn, wo man ihn so schnell kriegt? Meine Amati hat Vater in Nürnberg gefunden, auf einer Bodenkammer, in einer alten Truhe von einem alten Fräulein, die gar nicht wußte, wer sie da mal reingelegt hatte, und dann machte Vater sie zurecht, und nun soll sie fünfzigtausend Mark kosten.«