Er sah aus, als wolle er sich auf sie stürzen, – – aber da klopfte es an die Tür, und Hieronymus Teichmann meldete, daß Herr Eik von Eichen senior die Frau Tochter zu sprechen wünsche und recht matt wie nach einem schweren »Anfall« in seinem Zimmer liege.
Teichmann brachte seine Meldung, wie immer, in Reimen vor, ohne aber eine Miene dabei zu verziehen.
»Alter Schwätzer!« murmelte Herr Baldamus, während Franziska hastig zum Vater eilte.
Hieronymus sah den jüngeren Eik ernst an, – es lagen tausend schwere Worte in diesem einen Blick. –
»Du wirst noch deine Stelle verlieren, Bruder,« meinte Fräulein Rektor klagend und hob eindringlich die rechte Hand, in der sie einen großen Holzlöffel hielt, von dem es unaufhörlich blutrot herabtropfte, ohne daß sie es merkte.
Sie kochte Saft in der Küche.
»So will ich sie lieber verlieren,« meinte Rektor Dillen ruhig, »aber es geht nicht so rasch mit dem Absetzen.« –
»Gott, dieser Leichtsinn in deinen alten Tagen! Und alles wegen so ’nem Bengel. Du hast ’n Narren an ihm gefressen, wie früher an seiner Mutter, und eines schönen Tages wird er auch durchgehen.«