Darauf gab es eine fröhliche Hochzeit und – wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie heute noch.
Es gab kaum einen alten Mann oder eine alte Frau in Schwarzhausen, die nicht auf diese Legende schworen.
Hinter dem schloßähnlichen Gebäude lag der weite, große, grasbestandene Hof, in seiner Mitte standen steinerne Bänke um einen Riesentisch, und über diesem Platz wölbte ein alter Nußbaum seine Riesenzweige.
O wie duftete ein Blatt von diesem Baum, wenn man es in die warme Kinderhand nahm – – –
Alles kann man vergessen in der raschen, hastenden, lockenden Welt da draußen, aber diesen Duft nicht, – niemals – – –
Und auch jenen leisen Klang nicht, so eng verwachsen mit der Kinderzeit, – jenes melancholische Rieseln und Rauschen des alten Brunnens im Grashof, der unter einem knorrigen Fliederstrauch stand.
Hatte man sich müde gespielt, dann setzte man sich unter den Nußbaum, oder lief nach dem Fliederstrauch und pflückte sich schwere zartlila Dolden. Die kleinen Blütchen steckte man ineinander und hing sich dann die langen Ketten um den Hals, – wie stolz sah man aus! Nicht nur die Gespielen, – nein, alle Hühner und Enten und der große, kollernde Truthahn und der bunte, häßlich schreiende Pfau bewunderten die kleine Tochter des Hauses.
Und ab und zu lief man nach dem Brunnen und besprengte die lila Fliederdolden – – oh – Nußbaum und Fliederstrauch – – –
Schwer seufzte die junge Frau auf.