Der Knabe war aufgesprungen, – starrte seiner Mutter ins Gesicht, und es war, als käme er durch ihren Ruf erst langsam zur Besinnung. Langsam strich er sich über die Stirn. »Mutter,« stammelte er, »ich glaube, ich habe ihn sehr geschlagen, sehr, Mutter, – er gab ja dem Beethoven Schimpfnamen, und dann – dir – und dann – – dem Vater – – ich solle nicht mit ihm prahlen, – er sei ein großer Künstler gewesen, aber ein schlechter Kerl, – ein ganz, ganz schlechter Kerl – – –«

»Schweig!« rief Franziska außer sich. »Du sollst das Wort nicht sagen, ich kann es nicht hören.« Sie schüttelte ihren Knaben in Zorn und Weh und hielt ihn dann doch wieder umschlungen, ihren Einzigen, – ihren Augen- und Herzenstrost.

So brach die Nacht herein über den beiden, – die große Trösterin.



Nur mit einem aufgescheuchten Wespennest konnte man anderntags Schwarzhausen vergleichen.

Es war ganz unerhört, was geschehen war.

Der Wagen des Herrn Kreisphysikus Dr. Hempel hielt vor Professor Windemuths Hause, und Dr. Hempel selbst hatte beim üblichen Abendschoppen im »Weißen Roß« sehr freimütig erzählt, daß der kleine schwarze Satan, Bertold Eik von Eichen, alias Malcroix, dem hübschen Fahnenjunker Hans von Windemuth die Geige buchstäblich auf dem Kopfe zerschlagen habe. »Kaput, – ganz kaput!«

»Um Gottes willen, der Kopf?«

»Nein, die Geige.«