»Aber Großvater lebt!«
»Ja, mein Junge.«
Es fröstelte plötzlich die junge Frau.
Sie setzte sich auf die schmale Bank, die sich rings an der Diele entlang zog, und lehnte den Kopf an die Holztäfelung.
Die feinen Nasenflügel bebten und sogen den Duft des Heimathauses ein. Thymian und Lavendel. –
Spurlos war die Zeit an diesem Hause vorübergegangen – – alles deutete auf Thymian und Lavendel.
Der kleine Bertold schlief auf der harten Holzbank und seine Mutter saß und dachte nach in schwerer Beklommenheit.
Sie wußte, daß jetzt niemand kam.
Die Tante hielt ihren Mittagsschlaf, der Vater – war wohl auch, wie früher, zu dieser Stunde in seinem Arbeitszimmer, und Herr Eik von Eichen junior kam nie in diesen Flügel des ausgedehnten Gebäudes.
Sie sehnte sich plötzlich nach einer Menschenstimme.