Wenn doch der alte Teichmann käme oder seine Frau, oder irgendeiner der alten dienstbaren Geister.
Sie wußte, daß auch in ihren Reihen die letzten acht Jahre keine Veränderung gebracht hatten.
Nervös strich sie an ihrem Trauergewand herunter. Herrgott, wie die Gedanken auf sie einstürmten!
Sie krochen aus den Wänden und aus den Fugen der Holztäfelung, sie schwebten wie kleine Spukgeisterchen in der Luft und hingen in den Verschnörkelungen der Goldrahmen.
»Weißt du noch?« fragten sie wieder und wieder.
Und die junge Frau dachte daran, wie sie vorhin scheu aus der Postkutsche gestiegen war, damit der Postverwalter sie nicht sehen sollte und auch seine Frau nicht, die hinter dem »Spion« saß und strickte.
Sonst würde es ja sofort jeder im Orte wissen –
Und wie sie den schwarzen, fadenscheinigen Regenschirm aufgespannt und in der brennenden Mittagsglut unter seinem Schutze an den Häusern entlang geschlichen war.
Nur niemandem begegnen von den Menschen da draußen, – von den guten Freunden, getreuen Nachbarn – – und desgleichen.
Aber jetzt – jetzt sehnte sie sich nach einem Willkomm, – nach einem einzigen, kurzen, guten Wort.