Bei Herrn von Eik war dies Verfahren aber doch nicht angebracht. Denn beim Besinnen kam ihm auch wieder der Zorn über den Eindringling, kam ihm das Bewußtsein, daß der Wertgegenstand eine abscheuliche, zerschlagene und zerrissene Puppe sei, und daß er über dem für ihn unwürdigen Forschen nach ihrem Verbleib eine Menge wertvoller Zeit vertrödele.

»Du mußt jetzt gehen,« beschied er die Kleine. »Die Puppe wird sich finden.«

Liselotte setzte sich noch etwas fester zurück. »Wo ist sie denn?« fragte sie ungerührt.

»Ich weiß es jetzt nicht, du hörst es ja.«

»Du hast sie jetzt schon viele, viele Tage, Herr von Eik. Hast du sie immer gut gefüttert?«

»Wen? Die Puppe? – Nein!«

»Nicht gefüttert? So lange nicht? Du hast sie hungern lassen?«

»Ach, Dummheiten! Puppen hungern nicht.«

Liselotte war starr über diese vermessene Behauptung. Aber sie hielt sich nicht dabei auf, sondern setzte streng das Verhör fort.

»Hast du sie gebadet?«