Der Alte war immer noch fassungslos. Er deutete auf den Knaben.
»Ja, Teichmann, das ist mein Junge, – hab’ ihn lieb, hörst du?«
Er nickte lebhaft.
»Herrgott, das Fräulein ist wieder da. Gott sei gepriesen, halleluja!« murmelte Hieronymus Teichmann.
***
An diesem Abende wurden drei Dinge in die Annalen der Schwarzhausener Geschichte aufgenommen.
Da waren zum ersten die neuen Gaslaternen angekommen und aufgestellt, zum zweiten war Franziska Malcroix, geborene Eik von Eichen wieder heimgekehrt, nachdem ihr plötzlich verstorbener Mann sie völlig mittellos und mit beflecktem Namen zurückgelassen, und drittens sollte Fräulein Adelgunde Eik von Eichen so etwas wie der Schlag getroffen haben, weil die verlorene Tochter des Hauses ihr die acht Jahre lang geführten Schlüssel abverlangt und sich wieder an die Spitze des Haushaltes gestellt hatte.
Der Provisor der Apotheke hatte unter dem Siegel der Verschwiegenheit einigen Honoratioren erzählt, daß Dr. Hempel im Hause Eichenborn Schröpfköpfe gesetzt habe, wem?, wußte er nicht zu sagen.
Aber mit ungewissen Dingen gaben sich die Schwarzhausener ungern ab und wenn auch dem schlechten Kerl, dem alten Eiken zuzutrauen war, daß er aus reiner Bosheit seinen Familienmitgliedern Schröpfköpfe setzen ließ, – so löste der Gedanke an einen Schlaganfall Fräulein Adelgundens doch mehr Befriedigung aus in den Herzen der lieben Mitmenschen. –
Der nächste Tag war ein Sonntag.