[15] In der Februarnummer 1920 der Neuen jüdischen Monatshefte habe ich in einem Aufsatz „Die Nemesis des deutschen Antisemitismus” weiteres Material zur Ostmarkenpolitik niedergelegt.

[16] Rückgang erst seit 1905.

[17]

1885:65611 = 4,45%
1895:94391=4,48%
1900:130487=4,3%
1910: 142289=4,05%

[18]

Die Zunahme von Groß Berlin war 1880/90 = 19000
Die Zunahme von Groß Berlin war 1891/00 = 26000
Die Zunahme von Groß Berlin war 1901/10 = 35000

[19] Eine ähnliche Umschichtung nimmt in jeder gemischten Bevölkerung der geistig regsamere Teil vor. In Amerika und im Orient werden die schwerfälligeren und stumpferen Nationalitäten länger in den schlechter entlohnten Arbeitsformen festgehalten, während die agileren und sensibleren das großstädtische, kommerzielle und akademische Element stellen, (z. B. im Orient: Griechen, Juden, Armenier, Türken, in Amerika: Juden, Deutsche, Engländer, Iren, Italiener, Polen, Neger). Selbst in Deutschland zeigen sich ähnliche Differenzierungen zwischen der katholischen und evangelischen Bevölkerung, diese dringt in katholische Gegenden ein und besetzt die lohnenderen Berufsarten. Der ewige Jammer darüber, daß die Katholiken in Deutschland so wenig an der Spitze der Nation stehen, hatte neben der sicher unberechtigten Zurücksetzung auch seine Ursache in der tatsächlich geringeren Zahl von Akademikern, Großindustriellen und Großkaufleuten, wobei den Katholiken, die in den alten Kulturgebieten Deutschlands am Rhein und in Süddeutschland wohnen, alle Wirtschaftsvorteile und alle geistigen Vorbedingungen gegeben waren.

[20] Von mir ergänzt.

[21] Ueber die Zahl der Austritte siehe in dem betr. Kapitel.

[22] Die schönfärbenden Statistiker belieben diese Ziffer zu unterschätzen.