Sillmann

Ltn. und Komp.-Führer.

Das war der Auftakt seines Kriegslebens.

Bei der Kavallerie ist ihm zu wenig los. Vermutlich wäre es ihm als überzeugtem Juden, der aus seiner Abstammung kein Hehl machte, hier schwer geworden, zum Offizier befördert zu werden. Sein Tatendrang drängt ihn weiter, er meldet sich freiwillig zur Infanterie und wird zu einem Infanterie-Regiment abkommandiert, wo er bereits im September 1915 Leutnant wird.

Auch hier ist er keiner von denen, welche ein geruhiges Herdenleben der Gefahr vorziehen.

Ein Dokument mag seine militärische Entwicklung beleuchten:

X. Reservekorps.

Qu., 16. Jan. 1916.

Tagesbefehl.

Zahlreiche Patrouillengänge der X. Landw.-Brigade führten zu erfolgreichen Erkundungen von feindlichen Postierungen und Verteidigungsanlagen.