»Sterben? o Kaiserin, warum?«
»Warum? das hast du nicht zu fragen. Doch halt: – du sollst es wissen, es giebt deiner Feigheit einen Sporn – wisse –« und sie faßte ihn wild am Arme und raunte ihm ins Ohr: »Justinian, der Verräter, fängt an sie zu lieben.«
»Theodora!« rief der Rhetor erschrocken und trat einen Schritt zur Seite.
Die Kaiserin sank auf die Kline zurück.
»Aber er hat sie ja nie gesehen!« stammelte sich fassend Petros.
»Er hat ihr Bild gesehen: er träumt bereits von ihr, er glüht für dieses Bild.«
»Du hast nie eine Rivalin gehabt.«
»Ich werde dafür wachen, daß ich keine erhalte.«
»Du bist so schön.«
»Amalaswintha ist jünger.«