»Vorwärts, Wallada!« Und leise rief Witichis dem treuen Roß ins Ohr: »Dietrich von Bern!« Da setzte das edle Tier in stolzem Sprung willfährig in die Flut.

Schon jagten die verfolgenden Reiter aus dem Wald, [pg 408]voran Cethegus, ihm zur Seite Syphax, eine Fackel hebend. »Hier, im Ufersand, verschwindet die Spur, o Herr.«

»Sie sind im Wasser! Vorwärts, ihr Hunnen!«

Aber die Reiter zogen die Zügel an und rührten sich nicht.

»Nun, Ellak? was zögert ihr? Sofort in die Flut!«

»Herr, das können wir nicht. Ehe wir zur Nachtzeit in fließend Wasser reiten, müssen wir Phug, den Wassergeist, um Verzeihung bitten. Wir müssen erst zu ihm beten.«

»Betet nachher, wenn ihr drüben seid, solang ihr wollt, nun aber –«

Da fuhr ein stärkerer Windstoß über den Fluß und verlöschte alle Fackeln. – Hochauf rauschte die Flut.

»Du siehst, o Herr, Phug zürnt.«

»Still! saht ihr nichts? Da unten, links?«