Diese erst ist die äußerste Umrandung des Sonnenkörpers. Sie sieht ganz unregelmäßig geformt aus, und ihre äußersten Grenzen lassen sich nicht bestimmen, weil die Strahlenspitzen der Korona unmerklich in den Weltenraum übergehen.

Das Spektroskop, das in diesem Buche schon mehrfach erwähnt wurde, sagt uns, daß die Korona ein uns noch unbekanntes Gas enthält. Wir nennen dieses das Koronium!

Tafel 5.

Süden.

Norden.

Das Bild der vom Neumonde teilweise verfinsterten Sonne.
(Originalaufnahme. Photographiert in der Ebro-Sonnenwarte der Jesuiten bei Tortosa in Spanien am 17. April 1912. Dem Verfasser des Buches zugeeignete Photographie.)

Für gewöhnlich ist die Korona für das bloße Auge nicht sichtbar! Wir sehen sie mit dem bloßen Auge nur, wenn der Neumond bei einer totalen Sonnenfinsternis das Licht des Zentralgestirnes völlig abblendet.

Sie umgibt dann die völlig verdunkelte Sonne wie ein silberner Glorienschein. Auch die Farbenschicht können wir für gewöhnlich mit bloßem Auge nicht sehen.

Bei einer totalen Sonnenfinsternis umrandet auch sie als ein farbiger Lichtring das völlig verdunkelte Tagesgestirn. Mit Hilfe eines verfeinerten Spektroskopes (Spektralapparates), an das man die photographische Platte anschraubt, kann man täglich, – wenn die Sonne sichtbar ist, – die Farbenschicht und auch die aus ihr emporsteigenden Flammenzungen erkennen und im Bilde festhalten.