Gar viele Rätsel umgeben ihn ja noch! –

Er, – der Begleiter unserer alten Erde, – ist kleiner, wie diese. Er umwandelt sie in einem Abstande von 50 000 Meilen, und zwar einmal in 28 Tagen. Wir nennen diese Zeit einen Monat. Das ist eigentlich, – bürgerlich gesprochen, – nicht ganz richtig, denn die Monate des Jahres dauern etwas länger!

Er wendet unserer Erde immer nur die eine Seite zu. Trotzdem aber dreht er sich in den 28 Tagen, die er zu einer Wanderung um die Erde herum braucht, doch auch einmal um seine Achse.

Eine Abplattung an seinen Polen hat man nicht feststellen können.

Auch der Mond war einst ein selbstleuchtender Stern. Da er aber kleiner, – als die Erdkugel, – ist, hat er sich auch viel rascher, als diese, abgekühlt. Darum betrachten ihn die Himmelsforscher als einen längst verbrauchten, erstorbenen Weltkörper!

Wenn der Mond sich uns als volle Scheibe zeigt, – wenn wir also Vollmond haben, – dann können wir auf ihm dunkle Flecken erkennen. Nehmen wir beim Betrachten derselben die Phantasie ein wenig zu Hilfe, dann läßt sich aus diesen Flecken ein Gesicht zusammendeuten. Es ist das »Mondgesicht«, mit Grübchen und Stirnfalte, schelmisch lächelnd oder von heftigem Schmerze verzerrt!

Unsere Vorfahren haben aus diesen Flecken das Bild eines Mannes herauslesen wollen, der eine Holzlast auf dem Rücken trägt, oder das eines Hasen!

Im Fernrohre sehen wir die dunklen Flecken noch viel deutlicher, als mit dem bloßen Auge. Wir nennen sie mare, d. h. Meere, und glauben, daß sie die wasserleeren Becken der einstigen Mondmeere seien.

So kennen wir auf unserer Nachbarwelt einen »Ozean der Stürme«, ein »Regenmeer«, ein »Meer der Heiterkeit« und ein »Meer der Ruhe«, einen »Meerbusen des Taues« und einen »Sumpf der Träume«.