Der Planet Mars ist kleiner, als die Erde und die Venus; aber er ist größer, als unser Mond und der Planet Merkur.

Alle fünfzehn Jahre kommt er uns einmal bis auf 55 Millionen Kilometer nahe. Dann können wir in unseren großen Fernrohren eine Fülle von Einzelheiten auf seiner, im roten Lichte strahlenden Scheibe erkennen.

Wir sehen zunächst, daß er einen Luftgürtel hat, der allerdings nicht so hoch ist, wie der unsrige; aber das Spektroskop sagt uns von diesem Luftgürtel des Mars, daß er ganz ähnlich zusammengesetzt ist, wie der irdische. Er enthält vor allem Wasserstoff, den wichtigsten Bestandteil unseres Wassers!

Der kleine Lichtzerleger, – das Spektroskop, – sagt uns ferner, daß die Marsluft etwa derjenigen entspricht, in welche die Spitzen unserer höchsten, irdischen Gebirge eingetaucht sind.

Die Atmosphäre dort ist also ungemein zart und lichtdünn! –

Im Teleskope sehen wir ferner zwei stark weißglänzende Flecken an den beiden Polen des Planeten. Diese sind also genau so mit Eis umgeben, wie die irdischen. Weiße Flecken erblicken wir ferner auch noch auf dem Festlande des Mars. Wir schließen daraus, daß einzelne hohe Berge vorhanden sind, die Gletscher tragen.

Oder diese weißen Stellen deuten auf den Niedergang von Neuschnee im Marsherbste und -winter hin.

Tafel 8.

Süden.