Einer von den kleinen Körpern hat eine »astronomische Berühmtheit« erlangt! Es ist der kleine Planet »Eros«, der, außer dem Monde, unserer Erde zu gewissen Zeiten am nächsten kommt. Eros wurde im Jahre 1898 auf der Berliner Uraniasternwarte vom Astronomen Gustav Witt auf photographischem Wege entdeckt.

Die Astronomen benützen seine große Annäherung an unsere Erde, um mit seiner Hilfe die genaue Entfernung der Sonne von uns zu bestimmen.

Die Asteroiden, Planetoiden oder kleinen Planeten besitzen keine Atmosphäre. Man hat eine Zeitlang geglaubt, daß die Vesta einen Luftmantel habe; aber die sehr sorgfältigen neueren Beobachtungen ergaben das Gegenteil. Da diesen Körpern der Luftgürtel fehlt, so haben sie auch kein Wasser. Für das Dasein von Lebewesen, – wie wir sie auf unserem Erdballe finden, – kommen sie also nicht in Frage.

Der Jupiter.

Würde unsere Sonne plötzlich vom Himmelsgewölbe verschwinden, dann übernähme der größte der Planeten, der Jupiter, die Führung über das Sonnenreich. Alle Planeten, also auch unsere Erde würden sich dann um ihn, – als das Zentralgestirn des Systems, – drehen.

Jupiter ist der »Riese unter den Planeten«!

Über 1300 Erdbälle könnte man aus ihm formen. In einem Abstande von etwa 100 Millionen Meilen umkreist der gewaltige Körper die Sonne und er gebraucht zu einem Umlaufe zwölf Jahre.

Mit dem Saturn, dem Uranus und dem Neptun bildet er die Gruppe der sogenannten »äußeren Planeten«. An den Polen ist er stark abgeplattet. Diese Abplattung rührt sicher von der sehr raschen Drehung des Planeten um seine Achse her. In nur zehn Stunden erfolgt diese Achsendrehung. Ein Tag auf dem Jupiter dauert also nur zehn Stunden.

Wenn wir den »König der Planeten« im Fernrohre betrachten, dann gewahren wir im Luftgürtel des im gelben Lichte strahlenden Gestirnes Streifen, Wolken und knotenartige Verdickungen. Diese Gebilde sind starken Veränderungen unterworfen, und zwar, infolge seiner sehr schnellen Achsendrehung. Sie lösen sich auch rasch immer wieder auf.