Dieses ist flach und umgibt die Saturnkugel in ihrer Mitte, – frei – schwebend. Indes dieser Ring ist nicht eine feste Masse, wie man leicht annehmen könnte; sondern er besteht aus zahllosen kleinen Körperchen, – Möndchen, – die um den Saturn herum kreisen.
Wenn man mit dem Fernrohre den Ring des Saturn betrachtet, dann gewahrt man verschiedene Teilungen auf ihm. Es sieht aus, als hätte man mehrere Ringe, die immer größer werden, ineinander gelegt, jedoch so, daß zwischen jedem Ringe ein kleiner Abstand bleibt.
Manchmal erscheint uns das Ringsystem wie eine schmale Linie, manchmal sehen wir die obere und manchmal die untere Seite des Ringes. Diese verschiedene Lage des Ringes hängt mit der verschiedenen Stellung des Saturn zur Sonne und zu unserer Erde zusammen. Im Fernrohre gewahren wir in seiner, gleichfalls sehr hohen und dichten Atmosphäre ebenfalls bandartige Streifen und Wolken, die mit der schnellen Drehung des Planeten um seine Achse in einem ursächlichen Zusammenhange stehen.
Tafel 10.
Süden.
Norden.
Der Planet Saturn mit seinem seltsamen Ringsysteme.
(Die Nordseite des Ringsystems ist weit geöffnet. Norden ist in der Abbildung unten.)
Ein großer Teil der Forscher nimmt an, daß auch der Saturn noch nicht völlig erkaltet, sondern, ebenso wie der große Jupiter, eine kleine Sonne für die Rotte seiner zehn Monde ist. Saturn würde dann noch etwas Eigenlicht ausstrahlen.