Erstes Kapitel.
Wie mögen die Sternenwelten entstanden sein?
»Es ist nicht die ganze Welt, o Mensch, die Du siehst, und was Du fühlst und erkennst, ist nur die Oberfläche der Dinge!« –
(Psalmen des Westens.)
Zu den weihevollsten Stunden meines Lebens gehört eine, die mich einst vor jenes wundervolle Gemälde Rafaels führte, auf welchem der Meister den Schöpfer darstellt, wie er die flammenden Sonnen formt und sie hinaus in den Raum wirft! –
Lange habe ich vor diesem herrlichen Bilde gestanden und mich in den Gedankengang des genialen Malers vertieft, der die Seele des Bewunderers bis an den Uranfang der Zeiten zurückführt, und sie einen Blick hinein werfen läßt – in die Werkstatt Gottes!
Welche erhabene und großartige Tat einer uns ganz unfaßbaren Allmacht ist in diesem Gemälde Rafaels doch zum Ausdruck gebracht, – die Erschaffung der Welt, der sichtbaren nämlich, mit allem, was in ihr ist, – der Welt, in der auch wir leben und weben. Wer von uns das Salzbergwerk zu Wieliczka bei Krakau besuchte, der wird staunend durch die langen Gänge und Stollen gewandert sein, deren mit Salz bedeckte Wände im Strahle der Grubenlampe in allen Farben erglühen. Kristall hat sich hier zu Kristall gesellt, um in Jahrtausende langer Arbeit diese grotesken und gigantischen Gebilde zu schaffen, die das Herz des Besuchers dieser Stätte mit Freude und Entzücken erfüllen!