Der Anfang dieser Bildung scheint an einzelnen Stellen unseres Sonnenreiches sich in der Tat schon vollzogen zu haben, denn bei der Besprechung des Planeten Uranus hörten wir, daß man seine rückläufigen vier Monde für eingefangene kleine Planeten oder Kometen hält, die sich allmählich dann zur Kugelgestalt der Monde umformten! –
Da in unserer »aufgeklärt« sein wollenden Zeit es noch immer Leute gibt, die Angst und Furcht beim Erscheinen eines Kometen am Himmel befällt, so sei am Schluß dieses Kapitels nochmals darauf hingewiesen, daß diese Sorge ganz töricht und unserer Zeit unwürdig ist!
Nach allem, was die moderne Wissenschaft bis zur Stunde von diesen überaus schönen und großartigen Himmelserscheinungen, dem Kometen nämlich, – weiß, sind sie durchaus harmloser Natur!
Es sind »Vagabonden im Weltall«! Man traut einem Vagabonden auf Erden allerdings nicht viel Gutes zu. Das mag sein; aber irdisch-menschliche Verhältnisse passen nicht auf alle Dinge, vor allem sehr wenig auf die Gestirne am Firmamente.
Unsere Erde wird einmal zugrunde gehen! Darüber besteht kein Zweifel! Wir werden im letzten Kapitel dieses Buches darüber noch mehr hören; aber durch einen Kometen wird sie kaum enden. Gerade die Wiederkehr des großen »Halleyschen Kometen« im Jahre 1910 hat uns manchen und wichtigen Aufschluß hierüber und über die Natur dieser einst so gefürchteten und von den Menschen gehaßten Himmelslichter gegeben! –
Viertes Kapitel.
Die Welt der Fixsterne.
»Gottes Pracht am Himmelsbogen
Ist in Sternen aufgezogen,
Welch' ein heil'ger, stiller Chor!
Daß das Herz Dir größer werde,
Blicke von der kleinen Erde
Zu dem ew'gen Glanz empor!«
(Mahlmann.)