»Nach der Trübsal jener Tage wird die Sonne verfinstert werden, der Mond wird seinen Schein nicht mehr geben, die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden!«

(Matth. 24, 15–35.)

Als ich noch ein kleiner Knabe war, da ging ich eines Morgens in den Osterferien einmal hinaus ins Feld.

Ein Bauersmann pflügte dort mit seinen Pferden. Als er mich sah, winkte er mir! Ich ging zu ihm hin, und er zeigte mir drei große Kugeln, die er ausgeackert hatte. Sie stammten aus den Tagen der Hussiten!

Diese hatten einst auch unser Dörflein von ihrer Wagenburg aus belagert und mit ihren Lederkanonen beschossen.

Ich nahm mir eine Kugel mit und legte sie im Garten meines Vaterhauses, – des Schulhauses im Dorfe, – auf einen steinernen Sims. Hier hat sie viele Monate gelegen. Die Kugel war aus Sandstein und zeigte von dem langen Liegen in der Erde tiefe Gruben. Sie sahen aus, wie Narben. Im Winter hüllte die Kugel der Schnee ein und manchmal war sie, wenn es am kalten Tage geregnet hatte, mit einer dicken Eisschicht überzogen. In den Narben stand dann Wasser und auch dieses gefror hart. Im Frühjahre, wenn die Sonne wärmer schien und die Kugel auftaute, dann erschienen Sprünge auf ihrer Oberfläche die einige dieser Pockennarben miteinander verbanden.

Tafel 14.

Das astrophysikalische Observatorium auf dem Königsstuhl bei Heidelberg.
(Eine der bedeutendsten Sternwarten des Erdballes.)

Eines Tages wurde in unserem Garten ein Baum gefällt, und man schleifte ihn unvorsichtig hinaus. Die Äste kamen dem Sims und der Kugel zu nahe. Sie wurde zur Erde geworfen und zerschellte in Stücke!