Wir ritten durch enge Gassen und hatten Mühe genug / rasch vorwärts zu kommen. Von überall her liefen Soldaten zusammen / die Hörner wurden geblasen / die Trommeln allenthalben gerührt / und es war ein Rufen und Schreien und Waffendröhnen / welches mich mit Lust erfüllte.

Wie wir aufs freie Feld kamen / sah ich weithin überall Truppen / die sich sammelten und formierten. Die bunten Feldzeichen und Fahnen wimpelten hoch im Morgenwind. Der Himmel aber war tief von dunklen Wolken verhängt und die Luft rauh. Doch das kümmerte mich nur wenig / denn ich war dem kriegerischen Getümmel ganz dahingegeben.

»Dort stehen die Kulmbachschen Reiter!« meinte der Schnabel. Wir sprengten herzu und trafen gleich den Markgrafen / der sein Roß tummelte und nach allen Seiten Befehle erteilte.

»Herr Markgraf / hier ist der Rehberg!« rief der Schnabel.

Ich verhielt mein Pferd und zog den Hut.

»'s ist gut Herr / 's ist gut...« rief mir der Markgraf kollernd zu.

Ich wollte meinen Gruß und Einstand nach Gebühr hersagen und tat den Mund auf.

»'s ist gut / Herr!« brüllte mich der Markgraf an / »haltet das Maul / ich werd' schon selber sehen / was Ihr könnt...« damit warf er sein Pferd herum / und ließ mich verdutzt / wie ich war / zurück.

Die Schwadronen stellten sich in Ordnung. Ich nahm meinen Platz vor der Front neben dem Schnabel. Wir sahen jetzt nichts vor uns als freies Ackerfeld / das sich bis zu den Mauern von Augsburg hinzog / und rechts und links von uns die anderen Truppen zu Fuß und zu Pferd in einigen Treffen aufgestellt. Ich war fröhlich / weil ja nun alles für mich erst seinen rechten Anfang nehmen sollte.

Auf einmal vernahmen wir von weit her Zurufe wie ein Brausen / die Trompeter fingen alle zu blasen an / die Trommeln und Pauken schlugen Wirbel.